
Seit einigen Wochen steht ein kleines Brompton neben all den normalen Rädern im Familienstall und heute hatte ich das Vergnügen, das Gerät mal etwas abseits der üblichen Wege durch den Barnim zu bewegen.
Großer Vorteil vom Brompton – es lässt sich, wenn man weiß wie, ziemlich schnell auf ein ziemlich geringes Packmass bringen und dadurch auch einfach in kleinen Autos verstauen oder es kann als normales Gepäck in der Bahn mitgenommen werden.
Die Fahrphysik ist dafür fast schon eine Katastrophe. Die Lenkung ist super nervös, freihändig fahren, habe ich nicht hinbekommen. Und die kleinen schmalen Räder suchen jede Rille oder Delle im Straßenbelag.
Auf der ersten Etappe hatte ich festen Untergrund, Asphalt meistens. Hier lief das Rad halbwegs, der Rückenwind half etwas und die 2 x 3 Gänge sind auch ok. Komisch fand ich aber hier schon, dass die linke Pedale weiter von der Mitte entfernt ist als die rechte.

Auf der zweiten Etappe wurde der Untergrund dann etwas herausfordernder. Zunächst eine der bei uns üblichen Pflasterstraßen. Die kleine Pseudofederung half etwas, aber das Rad wollte nicht schnell werden oder meine Kraft reichte dafür nicht.


Ich war dann ganz froh, als es auf einem Waldweg weiter ging. Das Rad lief wieder etwas besser. Dafür ging es etwas rauf und runter. Nördlich von Biesenthal gibt es einige Dünen im Wald, über die ich irgendwie rüber mußte. Es geht nicht steil nach oben, aber steil genug, um nicht den bisherigen Gang zu nutzen. Ich rührte etwas im Getriebe, mal mit dem rechten Hebel zwischen den 3 Gängen hin und her schalten, dann mit dem Linken eine der zwei Möglichkeiten wählen. Das richtige war nicht dabei, aber ich war dann auch schon oben.

Und irgendwie bin ich angekommen. So richtig Spaß hat mir das Rad nicht gemacht, die Begeisterung, die manche Freunde, die ein Brompton haben, zeigen, habe ich nicht verspürt. Dazu kommt auch das Material. Alles in Summe gut verarbeitet, aber im Rahmen scheint relativ einfacher Stahl verbaut zu sein und alle Knotenpunkte sind gestanztes Blech und kein Schmiede- oder Gußteil. Und das Rad wiegt auch ungefähr 15 kg.
Es ist einfach ein Spezialist der nicht unbedingt für den Wald gemacht ist. Die Tour hat aber Spaß gemacht. Die alten Wege in der Heimat. Und ich habe wieder Lust auf mehr bekommen. Jetzt fehlt nur noch die Umsetzung.

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