Es war für uns die zweite Teilnahme bei der Altenhofer Langfahrt. Im letzten Jahr konnten wir nicht und vor zwei Jahren mußten wir uns bei gutem Wind von Nils knapp schlagen lassen (1. Altenhofer Langstrecke).
In diesem Jahr klappte es zum Glück wieder und wir wollten heute mal zu Viert starten. Wir reisten direkt vom Verein aus kommend an und da Ecki sowieso schleppen wollte, hängten wir uns einfach an. Insgesamt waren 13 Schiffe dabei. 11 20er und 2 15er, einer der 20er kam sogar vom Unteruckersee angefahren.
Der Wind setzte nur zögerlich ein und so hatten wir etwas Startverschiebung. Als es dann so weit war, herrschte etwas durcheinander, da anscheinend viele die Ansagen bei der Eröffnung nicht komplett behalten hatten und so hatten wir halbwegs Platz und kamen auch ganz gut über die eigentlich etwas kurze Linie. Danach fuhren wir in der Spitzengruppe mit.
Die Startkreuz war unübersichtlich und ging entgegen der ersten Ansage nach Westen zum Barschberg. Der Wind wehte irgendwie westlich. Er setzte mal hier und da ein und drehte immer wieder. Wir kamen gut aus dem Start raus, danach gab es aber ständig Verschiebungen bei den Platzierungen. Mal fuhren alle in Lee von uns, mal nur einer und so weiter. Bei all der Würfelei hatten wir es bis zum Barschberg trotzdem in die Spitzengruppe geschafft und gingen als Vierte um das Tonnenquartett.

Auch danach gab es noch keinen eindeutigen Wind und war gutes Beobachten und manchmal auch etwas Intuition oder Raterei hilfreich. Und so erwischten wir kurz vor Altenhof den entscheidenden Dreher und konnten sowohl Nils, der weit in die Seemitte gefahren war, und auch Christopher, der am Südufer unterwegs war, überholen und etwas abhängen und gingen als Erste durch das Tor vor dem SWVW.
Richtung Joachimsthal war das Segeln etwas berechenbarer. Es hatte sich ein halbwegs stabiler nördlicher Wind entwickelt. Mit ungefähr 5 bis 10 kn Wind fuhr es auch meistens. Die Dreher waren jetzt wichtiger. Wir erwischten sie aber meistens recht gut, konnten oft unseren Plan umsetzen und hielten den Ersten auch bis zur Bahnmarke in Michen.
Ab hier lief es recht gut. Die Dochnoch kam Vorwind gut voran, anscheinend war hinter uns auch etwas der Wind weg. Nils und die Folgenden blieben sogar etwas zurück, so dass wir unseren Vorsprung ausbauen oder halten konnten. Bis zum Barschberg und auch weiter bis Altenhof.
Richtung Michen war es wieder wichtig, die Dreher und Böen zu beachten. Das klappte auch weitgehend, die Abstände nach hinten veränderten sich aber ständig. Nils hatte z.B. die schnellste Runde gesegelt, obwohl er bei beiden Wertungsrunden nach uns in Altenhof war. Und außer Christopher, der irgendwann seinen Spi zog und vorbei fuhr, blieben alle hinter uns.

Spi fahren, war nach Ausschreibung eigentlich nicht erlaubt. Aber es reizte ihn so sehr, auf seinem für ihn neuen Schiff den Spi zu ziehen, dass es ihm egal war, ob er in der Wertung bleibt oder nicht. Und der Unterschied war schon gewaltig, als er ihn in Michen zog, war er weit hinter uns und als er ihn am Barschberg wieder runter nahm, hatten wir erst ungefähr die Hälfte zwischen Altenhof und dem Barschberg hinter uns gelassen.
Kurz vor Altenhof waren wir trotzdem wieder dicht an Christopher heran gekommen, kamen aber nicht vorbei, da es auf Grund der vorgeschriebenen Wendemarken keine taktischen Optionen hatten und einfach nur hinterher segeln konnten.
Weiter nach Michen ging es wieder um die Dreher und Böen. Das klappte dieses mal nicht so gut und so fuhr uns Christopher davon, währned Nils scheinbar näher kam. Trotzdem hielten wir aber unseren Zweiten bis Michen und danach Vorwind lief die Dochnoch wieder. Christopher war eigentlich aus der Wertung, weshalb wir als Erste in Altenhof über die Linie fuhren und auch noch die Extrarunde in Angriff nahmen (was es da für einen Extrapreis gegeben haben soll, haben wir nicht begriffen).
Gesegelt waren wir also Erste im Ziel und gerechnet war es dann der Zweite. Denn Bolle war uns in Summe so dicht auf den Fersen geblieben, dass er letztendlich vor uns lag. Aber das ist wieder Statistik.


Nach dem Segeln wurden wir in Altenhof noch gut versorgt und anschließend ging es zügig zurück nach Wildau. Der Wind hatte zum Abend weiter aufgefrischt und so waren wir schnell zurück.

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