Alle Jahre wieder … und inzwischen ist es sogar die 74. …. treffen sich Segler am zweiten Augustwochenende bei Stahl Finow auf dem Werbellinsee und segeln gemeinsam bei der Werbellinseeregatta. In diesem Jahr sind es wieder die 3 beständigsten Bootsklassen 20er-Jollenkreuzer, Pirat und Ixylon.
Gesegelt wurde so richtig leider erst am Sonntag. Am Sonnabend hielt sich das Wetter an die Ansage und der Wind wehte mal hier und mal da und manchmal mußten wir sogar ausreiten. Aber stabile Bedingungen wollten sich nicht einstellen. Und so machte Christoph relativ schnell kurzen Prozess und verschob auf den nächsten Tag.
Die Piraten waren mit nur 16 Teilnehmern die kleinste Gruppe, aber die hatten vor einigen Wochen auch erst ihre Deutsche Meisterschaft bei uns und da waren es immerhin 53 Boote in der Wertung. [IDM 2026 – Der alte Meister ist auch der neue! – Link zu Stahl-Finow Abt. Segeln]
Bei den Piraten gab es einige lange Gesichter, da durch eine Reihe von Frühstarts in der ersten Wettfahrt einige der sonst favorisierten Segler am Ende nur noch in der erweiterten Spitze lagen. Hier war aber auch interessant, dass auf insgesamt 5 Piraten Segler von Stahl Finow saßen.
Stärkste Klasse war in diesem Jahr die der Ixylon mit immerhin 23 Teilnehmern und davon 5 aus unserem Verein Stahl Finow.

Spannender für uns waren natürlich die 20er-Jollenkreuzer, manchmal auch R-Kreuzer oder R-Boote genannt. Mit 19 Schiffen waren es nicht ganz so viel wie im letzten Jahr, als es 22 waren. Allerdings waren in diesem Jahr 8 Boote unterwegs, auf denen Mitglieder von Stahl Finow vertreten waren. Gewonnen hat mit Tino Baldewin übrigens auch eines unserer Mitglieder, wobei Tino eigentlich fast nur zur Werbellinseeregatta bei uns auftaucht.

Für mich neu war, dass Olaf bei Stephan Hollenbach an Bord ist und mit ihm 6. wurde und relativ neu ist auch noch Nico, der seinen Traumzwanziger zum ersten mal bei der Werbellinseeregatta am Start hatte. Gesehen haben wir ihn aber schon bei der Frühjahrsregatta.
Das 20er-Feld war dieses mal nur zweigeteilt, da keine Boote aus dem B-Segment (Touren-20er mit Spi) dabei waren. Mit 11 Rennzicken gegenüber 8 Tourenzwanzigern war das Feld halbwegs ausgegelichen.
Halbwegs passende Bedingungen stellten sich am Sonntag fast pünktlich ein und so wurde auch pünktlich gestartet. Es gab wie im letzten Jahr Up-and-Down, dieses Mal aber mit einer eigenen Schleife für die Zwanziger.
Den ersten Start erwischten wir sehr gut. Das Pin-End war bevorteilt, was nicht alle der Rennzicken gemerkt haben und so fanden wir unser Fenster und konnten nach links raus ziehen und immer wieder Fenster für uns zwischen den Schnellen finden und kamen so nur knapp hinter ihnen zur ersten Luvtonne. Hinter uns kamen mit einigem Abstand die ganzen Tourenzwanziger relativ dicht beieinander um die Tonne und behakelten sich ordentlich. So blieb das auch bis zur Leemarke. Hier konnte sich aber Willi vom Pulk lösen und vor allem mit mehr Höhe uns gegenüber richtig aufholen. Trotzdem führten wir auch die zweite Runde die Tourengruppe an und hielten das bis weit in die Zielkreuz. Als hier aber der Wind nachließ, mußten wir Willi und auch Nils passieren lassen, weil die Dochnoch einfach nicht vom Fleck kam. Insgesamt wurden wir 14..
Bei der zweiten Wettfahrt fand ich den Start nicht so gelungen, wir kamen nicht richtig los und außerdem war auch wieder etwas weniger Wind und so hatten wir alle Zicken und den halben See vor uns. Dafür lief die zweite Hälfte der Wettfahrt recht gut, wo wir auf Vorwind einiges gut machen konnte und z.B. Ilsebill überholten. Nils erwischten wir auf der Zielkreuz, als wir nach einem kurzen Luvduell weg wendeten und dadurch frei von ihm manövrieren konnte und so die entscheidenden Meter machten. Willi war allerdings schon wieder voraus und die Seewertung beendeten wir als Zweite, insgesamt war es der 13. Platz.
Bei der dritten Wettfahrt wirkte es teilweise so, als könnten wir einen Anlieger zur Eins bekommen und so starteten wir näher am Schiff, während sich im Bereich Pin-End ein kleiner Rennzicken-Pulk gebildet hatte. Irgendwie fuhren auch alle relativ zeitig an und wir mit und so gab es Einzelrückruf. Da andere aber doch deutlich vor uns schienen, fuhren wir weiter. Die Kreuz lief ganz gut, hatte aber Lücken im Wind, bei denen wir uns wieder quälten. Die Rennzicken waren trotzdem nicht so weit entfernt.
Vorwind lief es wieder, aber an der Kreuz konnten wir nur immer hoffen, dass der Wind nicht nachließ. Zur letzten Kreuz war dann Ulf nicht weit entfernt. Als wir uns für die linke Seite entschieden, blieb er rechts und für uns lief es ganz gut. Willi und Nils waren nicht so weit entfernt und wir dachten, wir könnten sie noch angreifen. Aber es kam anders. Als wir dachten, gegenüber Ulf sollte es eigentlich reichen, blieben wir kurz vor dem Ziel stehen und er fuhr einfach vorbei und wir waren dieses mal nur noch Vierte der Touris. In Summe hatte es zwar zum Dritten bei den Touris (14. insgesamt) gereicht, trotzdem waren wir etwas enttäuscht.
Wer wissen will, wie sich die anderen geschlagen haben, kann zum Beispiel bei manage2sail die Ergebnisse anschauen: 74. Werbellinseeregatta – 08.08.2026 – 09.08.2026 – 20er Jollenkreuzer
Hier noch ein Paar Piraten, die noch auf dem Kurs waren, als wir schon Richtung Hafen fuhren:




Schreibe einen Kommentar