
In einer Zeit mit Kindern, die intensiv einem Sport nachgehen kommt die eigene Bewegung manchmal kurz. An diesem Wochenende wollten wir dem aber entgehen und nachdem wir die Kinder bei der LJM in Blossin auf dem Wolziger See abgeschubst hatten, blieb genug Zeit, um zu unserem See zu fahren, dort den KSechs aufzubauen und bei der Frühjahrsregatta zu starten.
Der KSechs ist als offene Kieljolle so ein Zwitter, der sowohl hier als auch da starten könnte. Aber da er einen Kiel hat, war es eigentlich klar, dass wir bei den Kielyachten mitstarten würden. Und mit Paul und seiner Streamline hatten wir auch ein weiteres ähnliches Boot in der Gruppe.
Die Frühjahrsregatta ist so ein typisches Yardstick-Event, bei dem man sich über eine gute gerechnete Platzierung freuen kann, aber über eine rechnerisch schlechte Platzierung nicht ärgern sollte, wenn auf dem Wasser eigentlich alles lief.
Es lief nicht alles so wie gehofft bei uns, aber auch ein bisschen wie erwartet. Es gab relativ wenig Wind und es war in einer Richtung platt vor dem Laken. Beides nicht die besten Bedingungen für unseren K6 (oder RS K6 – heute Rondar K6).
Der K6 ist eine offene Kieljolle mit 5,8 Metern Länge. Sieht ein bisschen wie ein 505er für Rentner aus und so ist er auch vom Konzept gedacht, er sollte ein gut segelbares Boot etwas unterhalb des Maximums an Power sein. Er kann regulär mit zwei bis drei Besatzungsmitgliedern gesegelt werden, bei Regattabildern vom Gardasee sieht man meist 3 etwas ältere Segler, hier auf dem See sind wir schon zu Viert gesegelt, zu Zweit geht es aber eigentlich auch problemlos. Richtigen Hack hatten wir allerdings noch nicht probiert.
Zurück zur Frühjahrsregatta. Hier waren 9 Jollen, 8 Jollenkreuzer und 18 Kielboote in der Wertung. Wir erwischten unseren Start sehr gut und waren Erste an der Luvtonne. Danach kam der lange Vorwind-Kurs und der war eigentlich Platt-vor-Laken.

Der KSechs mag aber Raumschots lieber, Platt-vor-Laken läuft nicht und so versuchen wir vor dem Wind zu kreuzen. Das macht längere Wege und ist auch nicht viel schneller und so sehen wir, wie zuerst Paul mit der Streamline unter Spi und dann noch etliche andere einfach in Lee von uns durchfahren, obwohl deren Segel teilweise kaum stehen.

Nach der Wendemarke bei Altenhof geht es an der Kreuz gleich wieder zurück ins Ziel. Der Wind weht immer noch schwach, der KSechs läuft halbwegs, schnell ist aber anders. Und so quälen wir uns mit Lommel und dem H-Boot und Carl und seiner International 806 in der Nähe ab. Wir tauschen manchmal die Positionen, bleiben aber beisammen.
Der Wind kommt leicht vom Nordufer und die Böen setzen nicht immer von der Feldspitze aus ein, sondern gerade zum Ende der Wettfahrt irgendwo im Mittelfeld und so kamen kurz vor dem Ziel Hansi mit seiner Bavaria und vor allem auch Thomas Weidner mit seiner Euros bedrohlich nahe. Gesegelt waren wir knapp Dritte im Ziel, gerechnet war es dann der Zehnte und Thomas Weidner hat gewonnen.
Ergebnisse gibt es dann wieder bei manage2sail: Frühjahrsregatta 2026 auf dem Werbellinsee – Stahl Finow

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