
Der Herbstpokal brachte mich wieder auf den Schweriner See. ILCA7 durften zwar auch in diesem Jahr nicht dabei sein, aber es gab Europe, ILCA6 und ILCA4 auf dem Wasser zu beobachten und ich wollte mich auch noch einmal mit dem Schweriner See anfreunden.
Es war ordentlich Druck in der Luft, nicht durchgehend aber doch immer wieder langanhaltend. Es ging Halbwind raus, dabei musste ich dem Großen Stein ausweichen.
In der Nähe des ILCA4-Starts machte ich kalten Wasserkontakt. Als ich aus dem Stand losfahren wollte, zog der ILCA kräftig an, ich fuhr einen halbwegs unkontrollierten Leehaken und ging durch den Schwung außenbords. Mir blieb nur noch, die Schot festzuhalten und zuzusehen, wie die Kühlschranktür umfiel.

Danach kreuzte ich in langen Schlägen nach Norden. Versuchte, das Boot am Laufen zu halten und die Wellen auszusteuern. Der Schweriner See ist zwar ein Binnenrevier, entwickelt aber zum Beispiel gegenüber dem Werbellinsee schon früher eine deutliche Welle. Im Vergleich zu Meereswellen sind sie relativ kurz und steil und es geht auch öfter durch die Wellen.
Am Seeende ist der See glatt und die Böen kommen relativ plötzlich und kräftig.

Vorwind gab es immer noch kräftige Böen. Dabei stimmten Wellen- und Windrichtung nicht überein und ich hatte mal wieder etwas Schwierigkeiten, einen für mich angenehmen Vorwindkurs zu finden. Es blieb eigentlich die meiste Zeit eine ziemliche Eierei.

Ab dem Regattagebiet fuhr ich wieder Halbwind über den See, wich erneut dem Großen Stein aus und war nach knapp 3h wieder zurück im Hafen. Halbwegs durchgefroren und durchgeweicht. Spaß hat es in Summe aber doch wieder gemacht. Und wahrscheinlich war es auch wieder der letzte Törn des Jahres.
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