Kiel mal wieder

Alle Jahre wieder werden wir irgendwann sagen können. Als Jollensegler ist Kiel eigentlich Pflicht, wenigstens einmal im Leben. Als ambitionierter ILCA-Segler ist es aber sogar in jedem Jahr Pflicht. Und so sind wir auch in 2026 wieder zu Pfingsten hierher gegondelt.

Die Fahrt verlief auf unserer Route ruhig. Da wir vom Dorf gestartet waren, hatten wir die Staus am Horizont oder im Gegenverkehr. Gedauert hat es mit dem Bummelbier in Summe aber doch wieder 5 1/4 Stunden. Der Bummler läuft bei Tachohundert ruhig und im Vergleich sparsam, ein Versorgungsstop und auch einmal Tanken waren nötig. Tanken war bei 1,909 €/L wieder näher am gewohnten Bereich. Wobei immer noch 120€ rein gepasst haben. Damit kommen wir aber wenigstens mit einer Füllung hin und zurück.

In Kiel waren wir 23:15 und die Anmeldung war noch geöffnet. Zwei alte Männer standen bereit. Zuerst hieß es, die Kasse wäre schon zu, dann ging es aber doch. 27€/Nacht plus 4€ für den Strom. Alles im inzwischen üblichen Rahmen.

Was uns wieder gefallen hat, war der viele Platz auf der Wiese. Überhaupt schneidet Kiel im Vergleich zu Warnemünde bei der Landlogistik besser ab. Warnemünde hat mir seglerisch immer gut gefallen (z.B. bei den Weltmeisterschaften 2005), aber heute gibt es in Warnemünde auch nach dem Hafenumbau für die Jollen nur eine richtige Rampe, die zwar relativ breit ist, aber bei Niedrigwasser zu knapp ins Wasser reicht. Und die Boote stehen auf einer Schotterfläche, die weder bei Regen noch bei Trockenheit richtig gut ist.

In Kiel ist an Land für die Schiffe etwas wenig Platz und sie stehen dicht an dicht, dafür ist es an den Rampen aber nicht ganz so eng.

Der Platz auf der Wiese ist in diesem Jahr in Kiel erstaunlich leer. Die Meldezahlen sind ähnlich wie im letzten Jahr. Wieder jeweils knapp 100 420er und 29er. Und auch viele ILCA sind am Start. Aber vielleicht haben sich viele nach dem sehr nassen letzten Jahr ohne Wind (Im Auge des Tiefs) doch feste Quartiere gesucht.

Was mir als Segler in Kiel immer nicht gefallen hat, waren die weiten Anreisewege. Damals (z.B. Kieler Woche 2005 – Kiel / Ostsee) mit dem 505 waren wir immer weit draußen. Die ILCA fahren dagegen eher vor der Tür. Paßt also eigentlich doch.


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