Einige interessante Fakten und Seiten zu den Chausseen in Bayern:
Straßen (Mittelalter/Frühe Neuzeit) – Historisches Lexikon Bayerns
Aus dem Leben der einfachen Leute von 1760 – 1800
>> Erste befestigte Straßen mit Schotteroberfläche waren die „Chausseen“. In Bayern wurde im Jahre 1773 die erste Chaussee zwischen Nördlingen und Öttingen gebaut. Nur fünfzig Jahre später gab es dann bereits über 6000 km Chausseen in Bayern!<<
Kartografische Schmankerl aus der königlich bayerischen Kartenküche
>> Am Wegesrand
Vor Einführung des Meters in Bayern im Jahre 1872 wird die Entfernung an Chausséen in Stunden angegeben. Diese Bezeichnung steht nicht für einen Zeitraum, sondern dient als Entfernungsangabe: 1 geometrische Stunde = 1 bayerische Poststunde (12 703 bayerische Fuß = 3707,5 m = ½ bayerische Meile). Die Vermarkung wird mit 1,90 m hohen und im Mittel 55 cm breiten zylindrischen Säulen vorgenommen. Ausgehend von einem Oberpostamt werden sie fortlaufend mit römischen Zahlen versehen. Zwischen zwei Stundensäulen befinden sich 7 Stundensteine, die deutlich kleiner sind und die Wegstrecke in 8 gleiche Sektionen teilen. Im auf dieser Seite oben abgebildeten Kartenausschnitt ist in der Mitte die Stundensäule Nr. 18 eingezeichnet. Sie befindet sich an der Chaussée von Würzburg nach Bamberg, der heutigen B 22. Auf der westlichen Seite ist die Bezeichnung „18 Stunden von Würzburg – 3 Stunden nach Bamberg“, auf der östlichen Seite „3 Stunden von Bamberg – 18 Stunden nach Würzburg“ eingemeißelt. In den vergangenen Jahrhunderten flankieren diese Wegmarken die wichtigsten Heer- und Handelsstraßen. Sie dienen Händlern und Reisenden zur Orientierung und sind heute leider weitgehend verschwunden oder durch Kilometertafeln ersetzt worden.<<
Chausseen – die ersten haltbaren Fernstraßen – Altwege im Landkreis Fürstenfeldbruck
Sehr interessanter Artikel zum hist. Straßenbau in Bayern.
Ein pdf-Link zu einem Artikel: Chausseebau im Hochstift Bamberg im 18. Jahrhundert
Anweisung zum Bau und zur Unterhaltung der Kunststrassen (Public Domain)
altes Buch – digital verfügbar online – mit Abbildungen zum Straßenquerschnitt und der Häuser der Einnehmer und Wegewärter
eine Private Seite zu:
Johann Friedrich Wilhelm Dietlein. BRUECKEN – Architektur, Technik, Geschichte
J.F.W. Dietlein war der erste Professor, der im 19. Jhd. an der Bauakademie in Berlin das Fach „Brückenbau“ unterrichtete. Dabei konnte er einen seiner Studenten so für das Thema begeistern, dass dieser schließlich zu einem der größten Brückenbauer der Welt wurde.
HEIDI: Dietlein, Johann Friedrich Wilhelm: Grundzüge der Vorlesungen in der Königl. Bau-Academie zu Berlin über Strassen- Brücken- Schleusen- Canal- Strom- Deich- und Hafen-Bau, [7]
https://katalog.ub.uni-heidelberg.de/cgi-bin/titel.cgi?katkey=68280026 – hier Strombau
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/journal_baukunst1830a/0041 Kunststraßen
aus dem Teil Kunststraßen ab: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/journal_baukunst1830a/0071/text_ocr
Entdecke markgräfliche Brücken – MarkgrafenKultur
https://www.markgrafenkultur.de/portfolio-items/finanzierung-von-bruecken-strassen-chausseen/
Von Holzwegen und Waldwegen Wie der Wald alte Wege bewahrt hat… – Bayern (pdf-Link)