
Eine Allee am Morgen, die L200|B2 zwischen Biesenthal und Melchow. Es ist ein schöner Anblick und gleichzeitig auch ein melancholischer Blick in die Heimat. Es ist auch mal wieder ein kleiner Abschied.
Ich bin inzwischen gut 21 Jahre vom „neuen“ Zuhause in die alte Heimat gependelt. Zum Monatsende werde ich Eberswalde als Arbeitsort den Rücken kehren und nur noch ab und zu in die Heimat zurück kehren. Und die L200 wird dann auch nicht mehr zu den regulären Wegen gehören.
Ein Abschied ist es aber auch, weil die Welt mal wieder dem Abgrund etwas näher gerückt ist. Vor vier Tagen haben Israel und die USA einen unprovozierten Angriffskrieg gegen den Iran gestartet.
Man mag das Regime nicht mögen, man mag auch kritisieren, dass das Regime die oder eher Teile der Bevölkerung unterdrückt. Aber das rechtfertigt noch lange keinen Angriff auf den souveränen Staat Iran.
Vom Iran ging nach Einschätzung der amerikanischen Geheimdienste auch keine wirkliche Gefahr für die USA aus. Bei der Gefahr für Israel mag man diskutieren, ob die palästinensischen Gruppen vom Iran gesteuert werden oder eigentlich selbstständig agieren und vom Iran unterstützt werden. Aber auch das rechtfertigt diesen Angriff nicht.
Der Angriff ist nicht nur unprovoziert sondern auch noch heimtückisch. Gerade noch gingen Meldungen über die Fortschritte bei Verhandlungen zwischen Vertretern von USA und Iran durch die Medien. Es war nicht von einem Scheitern die Rede, also nicht einmal im Ansatz ein Grund. Vielmehr sollte der Iran wohl mit den Verhandlungen von den eigentlichen Plänen abgelenkt werden.
Der Angriff ist abzulehnen und die Angreifer zu verurteilen.
Vielleicht klingt das für einige abgedroschen, altbacken und unmodern, aber der Wunsch nach Frieden und Völkerfreundschaft ist aktueller denn je und nötiger denn je!
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