Freitag, 9. Juli 2010
Schattenspiele
Wenn die Hitze besonders groß ist, sucht man die Nähe zum Wasser oder Schattenspender und so machte ich mich heute auf Stollenreifen auf den Weg in die große Hauptstadt.
Zunächst folge ich der Schwärze stromauf und fahre auf gewundenen Wegen immer weiter. Es geht dabei meist in Wassernähe durch Schatten spendenden Wald. Die Wege rollen meist gut, sind an wenigen Stellen aber auch noch feucht und matschig.
Trockenere Areale erreiche ich erst bei Schönholz, was, wie der Name es auch suggeriert, in einem schönen Waldgebiet und abseits üblicher Routen liegt.
Richtung Süden folge ich dann jedoch nicht dem schon so oft gefahrenen Weg, sondern fahre nach längerer Zeit wieder einmal den Wanderweg durch die Grüntaler Heide.
Nicht jeder eingeschlagene Weg führt mich jedoch dem Ziel näher, sondern manchmal endet er auch nur in einen trockenen Kessel am Wegesrand.
Und manchmal verliere ich mich auch einfach in der Landschaft, da ich den Abzweig verpaßt habe. Dabei hätte ich es an dieser Stelle doch besser wissen müssen, schließlich bin doch bei der letzten Befahrung auch genau hier falsch gefahren.
Hinter Danewitz in Richtung Bernau fahre ich dann etwas komplettes Neuland für mich. Den Weg auf der alten Heerstraße, an dem nur die Kirschen an den Bäumen zur Perfektion fehlten, kannte ich schon.
Den Weg über das alte Gleisbett, der mich direkt zum Gewerbegebiet Albrechtshofer Chaussee brachte, war für mich allerdings komplettes Neuland. Beim letzten mal hatte ich noch versucht, zwischen den Gleisen und der B2 einen Weg zu finden. Hier nervte allerdings tiefer von Pferden zertrampelter Sand, so daß ich diese Wegeoption so schnell nicht wieder wählen werde.
In Bernau angekommen, rollte ich dicht am Bahnhof vorbei und kam gerade rechtzeitig, um die Ansagen eines relativen Bahnchos mitzuhören. Ein IC nach Erfurt hatte 70 Minuten, ein RE nach Stralsund 45 Minuten Verspätung. Der hier abgebildete RE kam aber zumindest im richtigen Zeitfenster, obwohl ich am nächsten Abend etwas von Freitags-Verspätungen in größerem Rahmen gehört hatte.
Ab Bernau geht es wieder für einige Kilometer über bekannte Wege, ehe ich in Buch noch eine für mich neue Routenoption gefunden habe. Bisher fuhr ich immer westlich der Bahnstrecke über die Autobahn hinweg oder zuletzt unter der Autobahn hindurch.
Heute beschloß ich aber, hinter dem S-Bahnhof Buch nach links zu biegen und zu sehen, was es dort für Optionen gibt. Und siehe da, ich fand einen Pfad der an der Panke entlang führt. Und schließlich sogar unter der Autobahn hindurch geht.
Bei höheren Wasserständen gibt es hier aber sicher nasse Füße und Stehhöhe gibt es auch nicht.
Hinter der Autobahn kommt der Weg in Karow-Nord wieder zum Vorschein und beim Anblick dieser Häuser frage ich mich, ob die Leute gerne von ihren kleinen Fenstern auf die Autobahn schauen, oder ob die so klein sind, damit man nicht hinschauen muss - das Leben spielt vielleicht auf der anderen Seite?
Ab Karow-Nord fahre ich wieder bekannte Wege und obwohl es schon Abend ist, liegt die Temperatur immer noch über 30°C. Ein Sprung in einen kühlen See wäre vielleicht garnicht so verkehrt, aber das wird heute nichts mehr.
Montag, 28. Juni 2010
Asphaltfreuden in der Hügellandschaft
Das beste Werkzeug, um den Charakter einer hügeligen Landschaft zu ergründen ist sicher das Fahrrad. Bei Auto oder Motorrad spürt man zwar größere Steigungen, ein sanftes auf oder ab aber nicht, weil es einfach nicht körperlich erlebbar ist.
Auch zu Fuß kann dieses auf und ab meist nicht so genau erspürt werden, da bei leichtem Anstieg oder Gefälle kaum ein Unterschied zur Ebene zu spüren ist.
Anders dagegen bei einem Fahrrad, noch dazu wenn es ein Singlespeed ist. Hier sind schon leichte Anstiege zu spüren und auch wenn keine Steigung zu sehen ist, geht eine geringe Neigung der Fahrbahn sofort in die Beine. Unterstützt wird das ganze natürlich noch durch die Anzeigen eines Höhenmessers.
Heute war es so weit, dass ich auf einem für mich nicht alltäglichen Weg vom Büro nach Hause fahren wollte und dabei sollten die Höhenzüge des Barnim zwischen Eberswalde, Bad Freienwalde und Prötzel / Strausberg erkundet werden.
Der tiefste Punkt der Tour liegt dabei schon in Eberswalde und von hier geht es über einige Kilometer hoch, wobei von bergauf nicht wirklich gesprochen werden kann. Vielmehr wechseln sich Steigungen mit fast ebenen Strecken und sogar mit leichten Abfahrten ab.
Nur noch knapp 20 Meter über dem Meersspiegel ist die Altstadt von Eberswalde gelegen und so heißt es gleich zum Beginn, wenn die Muskel noch nicht eingelaufen sind, ordentlich Höhenmeter zu machen. Der steilste Abschnitt liegt dabei auf der Breiten Straße, wo die Singlespeedübersetzung nicht wirklich passt.
Nach dem Abzweig der Tramper Chaussee wird es flacher, sie Steigung zieht sich aber noch bis kurz vor Sommerfelde die Hügel hinauf. Hier folgt eine kleine Abfahrt hinab in den Ort und jetzt geht es immer wieder rauf und etwas runter bis hinter Hohenfinow.
Richtung Cöthen überwiegt dann wieder der Gewinn von Höhe, ehe mir vor Dannenberg bewusst wird, warum es "-berg" heißt. Aber auch jetzt geht es immer wieder etwas höher und erst hinter der Kreuzung mit der B158 ist der höchste Punkt erreicht.
Der höchste Punkt liegt laut Höhenmesser auf 156 Meter. Die topografische Karte zeigt für die Stelle bei Platzfelde keine Höhenangaben, aber die Straße schneidet durch eine 155m-Linie und so wird es wohl stimmen.
Im Bauernwald geht es dann kurvig bergab und es kommt mir steiler vor als die Anstiege aus Richtung Hohenfinow. Aber so richtig runter geht es auch nicht. Statt dessen pendelt die Höhe um 100 Metern und es geht mal etwas rauf, mal etwas runter oder fast eben dahin.

Ein Stück sehr frische Straße, kurz bevor es nach links nach Haselfelde / Wriezen ab geht
Im Bereich Harnekop - Sternebeck ist es dann der Straßenbelag, der die Fahrt etwas bremst. Bestes Granitkleinpflaster bildet hier den Untergrund und ich muss unwillkürlich daran denken, dass dies wohl eine gute Filmkulisse abgeben würde.
Hinter Sternebeck gilt es dann ein letztes mal auf ca. 130 Meter zu steigen und eine Kuppe zu überwinden, ehe es nach Prötzel hinab geht. Das ganze findet dazu noch auf sehr neuem Asphalt statt, so dass ich den Blick auf die südlich gelegenen Wälder und Felder in Ruhe genießen kann.
Von Prötzel Richtung Strausberg geht es dann mehr oder weniger eben und erst kurz vor Strausberg folgt der nächste Rollabschnitt. Mit kleinen Unterbrechungen geht es hinab zum Straussee.
Kurz vor dem See erinnere ich mich an eine Fahrt vor vermutlich 23 Jahren, als ich nach Wesendahl unterwegs war. Es war Winter oder Herbst und ich war auf dem Sportrad meines Vaters unterwegs, als mir plötzlich das Hinterrad seitlich wegrutschte. Dabei kam es nicht zu einem Sturz, da diese Glatteisstelle nur wenige Meter breit gewesen war, aber danach war das Hinterrad durch die Wechselbelastung so verzogen, dass ich eine satte Acht in der Felge hatte. Es ging gerade noch zu fahren.
Richtung "Jenseits des Sees" geht es noch einmal mäßig steil nach oben und das war es dann mit den Hügeln. Denn Richtung Fredersdorf, Altlandsberg, Eiche geht es fast nur noch eben und die kleinen Steigungen an Brücken zählen einfach nicht.
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Freitag, 28. Mai 2010
Hundert
Gestern war es endlich so weit, daß ich den ersten Tag in diesem Jahr hatte, an dem ich mehr als 100 Kilometer auf dem Bike zurückgelegt hatte. Am Morgen war ich auf bekannten Wegen und bei leicht feuchtem Wetter zu rArbeit gefahren, am Nachmittag sollte es aber wenigstens auf Teilstrecken etwas neues geben.
Von Eberswalde kommend startete ich zunächst nach Süden parallel zu den von mir schon so oft gefahrenen Wegen und mußte vor Klobbicke meine schwimmfähigkeit beweisen.
Danach ging es durch mir fast unbekannten Wald weiter und ich schlängelte mich durch einen feuchten Robinienhain, ehe sich der Weg irgendwann verlor und ich bei Beerbaum auf Asphalt stieß und damit auch gleich einen Zipfel des Landkreises Märkisch-Oderland streifte.
Von hier fuhr ich auf bekannten teilweise befestigten, teilweise unbefestigten Wegen und Straßen weiter und am Ende waren es 102,5 Kilometer auf breiten Reifen und ich war ziemlich fertig.
Dienstag, 6. April 2010
Durchs MOL
Der Frühling bringt es mit sich, daß der Aktionsradius auf den verschiedenen Sportgeräten wieder größer wird und Regionen erkundet werden, die lange Zeit nicht mehr besucht wurden. Für mich bedeutete dies, heute einmal nicht den direkten Weg nach Südwest zu nehmen, sondern durch den Eberswalder Stadtwald zunächst nach Süden zu steuern. Dabei ging es so lange durch Wald und Flur nach Süden bis ein Zipfel des Landkreises Märkisch-Oderland in Beiersdorf gestriffen wurde.
Hier kam auch zum ersten mal am heutigen Tag die Sonne etwas heraus.
Erst nachdem ich meine Nase kurz ins MOL gesteckt hatte, ging es durchs BAR nach West-Süd-West. Der nächste größere Ort ist Werneuchen. Werneuchen ist so etwas wieder der südöstliche Vorposten des Landkreises Barnim. Gleichzeitig hat der Ort auch noch einen funktionierenden Bahnhof, an dem die ODEG regelmäßig Züge halten läßt und einen kleineren Kornspeicher östlich des Bahnhofs, sowie einen größeren westlich des Bahnhof.
Bis Werneuchen hatte die Tour auch eindeutigen Offroad-Charakter, der auf dem weiteren Weg nach Westen aber komplett abhanden kam. In den jetzt durchquerten suburbanen Übergangsbereichen zum großen B habe ich einfach noch keine vernünftigen Wege gefunden.
Der Fühling macht es aber auch möglich, daß man auf dem Weg nach Westen direkt auf die untergehende Sonne zufahren kann und so wurde ich im Bereich der Darßer Straße von einem glühenden Ball geblendet:
Freitag, 5. Februar 2010
Im Schnee
Die Meteorologen sprechen inzwischen vom schneereichsten Winter für unsere Region, trotzdem konnte ich es aber auch Freitag wieder einmal nicht lassen und bin ein Paar Kilometer auf dem Bike gefahren. Zunächst sah alles noch sehr gut aus, denn ich fuhr auf viel begangenen Wegen mit festem Schnee oder auch auf kleinen Straßen, die teilweise sogar ohne Schnee waren.

Biesenthaler Straße in Finow auf Höhe des Friedhofs
Dann wollte ich aber unbedingt parallel zu den alten Gleisen der Eberswalde-Finowfurter Eisenbahn fahren. Ich kam gut durch den Wald voran, da schon viele Fußgänger vor mir hier unterwegs waren. Aber irgendwie bogen immer wieder Einzelne rechts oder links vom Weg ab und die begangene Spur wurde immer schmaler und dabei auch weniger belastbar, so daß ich sehr oft vom Pfad abkam und im Schnee einbrach. Schneehöhen über 30 cm sind dabei keine Seltenheit.

Standprobe am Wegesrand, das Bike maximal in den Schnee gestopft, ist die Achse fast weg.
Das große Schieben begann und irgendwann war es dann so weit, daß es nur noch eine Spur gab, der ich folgen konnte und bei der ich auch genau die Fußstapfen treffen mußte, um nicht zu viel arbeiten zu müssen.

Nur noch eine Person hatte diese Stelle vor mir gespurt.
Später im Wald trafen dann wieder mehr Fußgänger zusammen und formten einen Weg, der zumindest immer wieder einmal für einige Meter zu fahren war. Aber auch hier galt es, größte Kraftanstrengung mit größter Konzentration zu kombinieren, da die Spur nicht besonders breit und auch nicht fest war.

An der kleinen Brücke über das Menningfließ gelang es mir auch durch den Schwung der Abfahrt, ein Paar Meter zu fahren
Dann folgte noch einmal ein Stück, bei dem der Weg durch eine Schneewehe mehr als einen halben Meter überdeckt war. Hier ging garnichts mehr, sogar das Fahrrad schieben konnte ich nicht mehr und so schulterte ich die Kiste. Irgendwann kam ich dann aber doch wieder in die Zivilisation. Die letzten Meter bis nach Hause rollte ich wieder entspannt und war nach 1h 15min bei gut 11 Kilometer Strecke am Ziele angekommen, Rekord sozusagen.
Samstag, 19. Dezember 2009
Frostiger Barnim
Als ich heute morgen aufs Thermometer schaute und sah, daß die Temperatur über Nacht bis auf ca. 15°C gesunken war, war mir klar, daß keiner der eventuell angekündigten Mitfahrer erscheinen würde. Unabhängig davon pellte ichmich aber doch pünktlich in meine vielen Hüllen und machte mich auf zum Lidl-Parkplatz in Finowfurt. Hier kam ich fast pünktlich an, drehte dann noch bis 9:07 GPS-Zeit ein Paar Runden und machte mich dann auf den Weg, den Norden des Barnims zu erkunden.
Über die Steinfurther Brücke, in deren Schatten bereits die Baustelle für den Neubau zu erkennen ist, fahre ich den leichten Anstieg durch den Hohlweg in Richtung Üdersee, biege aber noch vor der Autobahn nach rechts und fahre über die Felder bis hinab zum Großen Buckowsee. Der Buckowsee beginnt bereits eine dünne Eisdecke auszubilden, der See selber atmet aber noch (wie es alle Seen heute taten). Den Großen Buckowsee umrunde ich und komme dann wieder über offenes Land mit Blick bis zum Horizont bis zum Hausberg.
Am Hausberg merke ich, wie spät es inzwischen geworden ist und ändere die Route. Über Altenhof geht es hinunter zum Werbellinsee, dann weiter bis Eichhorst, am Werbellinkanal bis Rosenbeck und von hier zum Oder-Havel-Kanal, der mich wieder nach Finowfurt führt. Als ich wieder vor der Haustür stehe, ist das Thermometer auf gut -12°C gestiegen, die Sonne scheint und für mich waren es 35 herrlich Kilometer durch den Barnimer Winter.
Mittwoch, 9. September 2009
Wat bist Du für ne Made?
Den Wetterfröschen zufolge sollte es heute den letzten richtig warmen Tag des Sommers geben und so machte ich mich am Morgen wieder einmal auf den Weg, die Arbeit ausschließlich auf dem Rad zu erreichen und auch wieder zu verlassen.
Wie immer startete ich in Pankow an den Fischteichen und fuhr anschließend über die Ludwig-Quidde-Straße und die Straße 74 zur Brücke über die Autobahn. An der Einmündung der eine in die andere wunderte ich mich, einen relativ schnellen Radfahrer im Querverkehr zu sehen und wunderte mich dann auf der 74, als ich von einem weiteren überholt wurde. Sonst sah ich hier maximal ein Auto.
Nach Überqueren des Autobahnzubringers A114 geht es weiter parallel zur Panke, zuerst auf einer Straße, dann auf einem Kies-Schotterweg. Ich lasse mich vom Tempo der anderen nicht beeindrucken, sondern ziehe in Ruhe meine Bahn. Trotzdem überhole ich den ersten bald und habe den zweiten an der Pankgrafenstraße eingeholt, da er auf Grund heftigen Autoverkehrs hier warten muss.
Danach geht es auf sehr feinem Schotter weiter, so daß ich das Herkelmann rollen lassen kann. Der vormals so schnelle zieht aber nicht wieder an, sondern rollt knapp vor mir, so daß ich mich einfach an ihn ranhängen kann.
Dies scheint ihn irgendwie zu irritieren, denn er dreht sich erst kurz um, läßt sich dann zurückfallen und fährt schließlich hinter mir. Diese Position gefällt ihm aber anscheinend auch nicht, denn kurz darauf überholt er mich wieder, setzt sich jedoch wieder nicht richtig ab und so hänge ich gleich wieder an ihm dran.
So rollen wir für einige 100 Meter hintereinander her, ehe er sich erneut zurückfallen läßt und mir während er neben mir ist, so etwas zublubbert wie: "Wat bist Du für ne Made?" und wieder leicht beschleunigt, um vor mir her zu fahren.
Was er mir damit genau sagen wollte, weiß ich nicht. Aber es blieb auch keine Zeit mehr, es herauszufinden. Denn kurz nachdem wir die A10 überquert hatten, biegt er nach links in den erst vor kurzem asphaltierten Weg ein, während ich weiter Richtung S-Bahnhof Buch rolle.
Ab hier habe ich wie immer die Qual der Wahl für den Weg bis Bernau. Einen richtig schönen, für das Herkelmann tauglichen, habe ich noch nicht gefunden und so entscheide ich mich heute wieder für den Weg über die alten Rieselfelder, auf dem ich zwar keinen schönen Untergrund habe, aber dafür meine Ruhe.
Auf der weiteren Strecke bis Bernau und im Endeffekt sogar Lobethal nervt dann der Verkehr. Scheinbar waren in der letzten Woche noch nicht alle Verkehrsteilnehmer aus den Ferien zurück, denn es herrschte bei weitem nicht so ein starker motorisierter Individualverkehr wie am heutigen Morgen.
Von Rüdnitz bis Wullwinkel kann ich dann wieder den neuen Radweg auf der Ostseite der L200/B2 benutzen. Eigentlich finde ich es nicht sinnvoll auch für Radfahrer riesige Mengen Asphalt in der Natur auszuwälzen, aber wenn der Weg von der Richtung paßt und vor allem auch ohne Verkehrsgefährdung zu erreichen ist, nutze ich ihn doch.
Und dann geht es auf der B2 bis Eberswalde durch. Einzige Abwechslung im Bereich Melchow, die Schranke ist mal wieder runter und statt auf ihr Öffnen zu warten, fahre ich lieber links in den Waldweg und schaukel dann auf für das Herkelmann eigentlich nicht geeignetem Grund entlang. Nach 48 Kilometern und 1:45 h gelange ich schließlich ins Büro.
Am Nachmittag habe ich zunächst Schwierigkeiten, mich für die Rückfahrt aufzuraffen und weil ich auch keine Lust auf große Umwege habe und es zudem schon relativ spät war, entscheide ich auf der B2 zu beginnen.
Hier will es zuerst aber garnicht rollen und ich quäle mich mit mittlerer Geschwindigkeit dahin. Der Verkehr nervt zum Glück relativ wenig, scheinbar sind die Schranken oft genug unten und so entstehen zwischen den
Erst hinter Bernau wird die Fahrt flüssiger. Hier herrscht allerdings schon wieder sehr starker motorisierter Individualverkehr und ich frage mich, ob es nicht doch die falsche Idee war, der B2 weiter zu folgen. Aber auf den Berlin-Usedom-Radweg, der von Bernau Richtung Berlin führt, hatte ich heute keine Lust. So richtig voran kommt man auf ihm zwischen Bernau und Buch nämnlich nicht, da er einen Haken nach dem anderen schlägt.
So bleibe ich also weiter auf der B2, überquere die A10 und durchquere schließlich den Rand von Lindenberg. Ab hier gibt es auch wieder einen neu gebauten Radweg, den ich auch heute gerne nutze. Ich verlasse ihn erst kurz hinter der Mühle, wo ich nach rechts Richtung Karow von der B2 abbiege.
Erneut ist es nicht der beste Weg für das Herkelmann, aber mit gemäßigter Fahrweise komme ich doch gut durch. Der Weg ist für mich übrigens Neuland, ich bin ihn zwar irgendwann, als ich im Blankenburger Pflasterweg wohnte, schon einmal gefahren, die Erinnerung daran war aber komplett verschwunden.
Vorbei am S-Bahnhof Blankenburg geht es weiter auf die bekannten Wege entlang der Fischteiche. In Pankow angekommen kann ich dann noch mal den Mechaniker spielen, eine junge Radfahrerin steht mit ihrem Kohlefaserrenner am Straßenrand und hat ne Schraube am Umwerfer locker. Und nach insgesamt 95 Kilometern stehe ich dann wieder vor der Haustür.
Samstag, 29. August 2009
Den Korridor abstecken
Einen genauen Plan hatte ich nicht, als ich mich heute Nachmittag aufs Bike setzte, um wieder einmal den Weg nach Süden anzutreten. Sicher war für mich nur, daß ich nicht wieder schmalbereift durch die Lande schrubben wollte und daß ich den so oft befahrenen Korridor zwischen dem Barnim und der Bundeshauptstadt neu abstecken wollte.
So zog es mich zunächst zum Buckowsee und von da weiter über Prenden nach Ützdorf. Unterwegs hatte ich überlegt, wo ich noch nie mit dem Geländesportrad (GSR) unterwegs war und dabei das Dreieck zwischen Hobrechtsfelde, Schönow und dem Liepnitzsee ausgemacht.
Daher wendete ich die Front meines GSR direkt hinter dem Liepnitzsee nach Süden und folgte vor allem meiner Nase, den Weg immer wieder auf der Karte nachvollziehend.
Nachdem es zunächst auf Waldwegen unterschiedlicher Güte voran ging, kam ich nördlich von Schönow plötzlich auf eine offene mit Gras bewachsene Fläche, in der sich der Weg zu verlieren schien:
Nach diesem wilden Intermezzo ging es weiter auf Wegen, die bei noch etwas trockenerem Wetter sicher unfahrbar gewesen wären, heute fand ich aber immer etwas Grip im Sand und kam fast überall auf den 2 Rädern meines GSR hindurch.
Im Bereich der Gehackten Berge, die jedoch als Berge kaum auszumachen waren, wurde das Gelände dann wieder offener. Ein alter Militärübungsplatz war erreicht und gleichzeit kam auch wieder die Sonne heraus und zeigte mir, daß es bald dunkel werden würde.
Westlich von Schönow kam ich noch kurz über einen schmalen Weg, ehe ein schnurgerader und glatt geschotterter Weg erreicht war, der mich in die Randberzirke des Großen B brachte. Kurz darauf überquere ich die A10 und sehe noch ein letztes mal die glutrote Sonne, ehe die Dämmerung beginnt und von da rolle ich auf vielfach gefahrenen Wegen heim.
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Montag, 6. April 2009
Sand im Schuh
Was ursprünglich gedacht war als eine kleine Feierabendrunde, entwickelte sich Dank eines Postings im IBC-Forum (6.4. - Feierabendtour Eberswalde - Hellsee) und einer Veröffentlichung hier: MTB: 06.04.2009 - zum Hellsee zu einer Veranstaltung mit 6 Teilnehmern, bei der es zu einigen der schönsten Seen des Barnimplateaus ging. Der Reihe nach wurden angefahren oder umrundet: Schwärzesee, Großer Samithsee, Lehnssee, Hellsee, Krumme Lanke.
Die Tour wurde entgegen der Planung auch sehr schnell abgefahren, richtig Probleme hatte wohl niemand, aber nur selten gelang es mir eine klare Fotoführung herauszuarbeiten. Deshalb hier nur ein Bild:
Was irritierte war die extreme Trockenheit auf vielen Wegeabschnitten. Nach dem vielen Regen im März hätte man eigentlich etwas weniger typisch brandenburger Sand erwartet. Die letzten sonnigen, trockenen und für die Jahreszeit etwas zu warmen Tage haben aber alles schon wieder sehr ausgedörrt und so verwundert es nicht, daß seit dem 7.4. auch im Barnim wieder die Waldbrandwarnstufe III (von IV) gilt (Quelle: Aktuelle Waldbrandwarnstufen nach Land- bzw. Stadtkreisen).
Für die, die die Gegend nicht so gut kennen. Wir haben uns fast ausschließlich im Naturpark Barnim und hier insbesondere im Oberlauf der Finow bzw. deren Zuflüssen bewegt. Mehr Informationen dazu gibt es hier Naturpark Barnim
Vielen Dank von hier auch nochmal an die Teilnehmer und bis zum nächsten mal..
Samstag, 11. Oktober 2008
Den Treidelweg zurückerobern
Der Treidelweg begleitet den Finowkanal über seine gesamte Länge ursprünglich auf beiden Seiten des Ufers. Er diente früher dazu, die Bewegung der Schiffe an Tagen an denen nicht gesegelt werden konnte, überhaupt erst zu ermöglichen. Hierzu dienten Pferde oder auch Menschen, die an langen Seilen vor die Schiffe gespannt wurden und sie zogen.
Im Laufe der Jahrhunderte ist er allerdings in einigen Teilen des Barnim aus dem Bewußtsein der Menschen fast verschwunden und so machten wir uns heute in einer gewagten Expedition daran, den Treidelweg im Bereich zwischen den Schleusen Schöpfurth (Finowfurt) und Grafenbrück zurück zu erobern.
Ich war bereits vor mehreren Jahren diese Strecke gefahren und hatte somit eine ungefähre Vorstellung von dem was uns erwartete. Allerdings wurde meine Hoffnung, daß wir ähnlich gut durchkommen würden, etwas enttäuscht. Der Weg war streckenweise so zugewachsen, dass eine Machete viel geholfen hätte.
Sonntag, 5. Oktober 2008
3 über die Hügel
3 Freunde machten sich am letzten Sonnabend auf den Weg, die Hügel der Uckermark zu durchfahren - der Hügelmarathon stand auf dem Programm. Die Voraussetzungen und auch die Kondition waren verschieden und so wagten sie sich an die Bewältigung der mittleren Strecken. Ein altes Herkelmann und das Nishiki wollten die 111er Runde drehen, das schöne orange leuchtende Kona wagte sich auf die 75er Runde.

Bild von Mr. Brennabor
Es war eine Premiere für die 3 Freunde, denn zwei von ihnen hatten noch nie so einer Veranstaltung beigewohnt und auch der dritte kannte die Region noch nicht so genau. Der Tag begann mit wolkenlosem Himmel, an den Scheiben mußte gekratzt werden, aber es wehte auch kein Wind. Beste Bedingungen schienen es zu werden. Aber es sollte anders kommen ...
Der Start erfolgte kurz nach 9.00 Ortszeit im Herzen der Uckermark in Prenzlau. Zunächst mußten sich unsere 3 tapferen Gesellen durch das Gewühl der Packtaschen- und Geradelenkerbewaffneten kämpfen, ehe sie sich im Feld der Krummhörner bewegten.
Das Tempo zog kurz darauf stark an und das Herkelmann verlor das schöne Kona aus den Augen, nur das Nishiki hatte sich im Windschatten gehalten. Gemeinsam versuchten die beiden, sich der Spitze mehr zu nähern, denn nur diese versprach eine klar strukturierte Gruppe. Dahinter zerfiel alles schnell.
Schnell mußten die Freunde jedoch erkennen, daß es aussichtslos war und so versuchten sie ihr eigenes Tempo zu finden. Der Gegenwind begann sie auszubremsen und immer wieder fanden sich auch vereinzelte Mitfahrer. Aber führen bei dem Wind wollte keiner von ihnen.
Dann zeigte sich, daß das Nishiki heute nicht so in Form war und so bat es wiederholt das Herkelmann, doch endlich alleine weiter zu fahren und nicht immer wieder zu warten. Nach ewigen Bitten hatte dann das Herkelmann ein Einsehen und zog von dannen:

Bild von Mr. Brennabor, wie es dem Nishiki weiter ergangen ist, wird hier erzählt: Hügel, Wind und hoher Puls
Das Herkelmann machte nun erstmal Dampf und zog an dem einen oder anderen Krummhörnigen vorbei und hoffte irgendwo vielleicht dochnoch einen Mitstreiter zu finden. Und richtig, kurz nachdem es wieder eine Gruppe hinter sich gelassen hatte, weil sie ihm zu langsam war, gesellte sich dochnoch einer aus ebendieser Gruppe zu ihm und so mußte es nicht mehr allein durch die Gegend rollen.
Andere Krummhörner trafen die beiden erst wieder in Kuhz, wo es eine Tränke und Futterstelle für alle gab. Hier hielten sie sich aber nicht lange auf, denn inzwischen war die Sonne verschwunden und statt dessen wehte ein eiskalter Wind durch die hier nur spärlich stehenden Bäume.
Nach dieser Pause haben sich plötzlich zwei weitere Mitfahrer hinzugesellt und so fahren neben dem Herkelmann ein Canyon, ein TrengaD und ein Bergamont. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten arbeiteten die vier auch gut zusammen, das Canyon kam gut die Berge hoch, das Bergamont und das TrengaD machten ganz brauchbaren Windschatten und immer wenn es dem Herkelmann nicht schnell genug ging, setzte es sich an die Spitze und versuchte Dampf zu machen.
Kilometer um Kilometer zogen sie so gemeinsam durch die Uckermark und auch durch Randgebiete von Mecklenburg-Strelitz. In Wrechen jedoch zerplatzte die Gruppe, das Canyon setzte sich auf der immer schlechter werdenden Straße durch sein Leichtgewicht ab und die 3 schwereren Brocken blieben zurück.
Erst in Fürstenwerder beim nächsten Kontrollposten kamen sie wieder zusammen. Ab hier schien das Canyon auch wieder Gesellschaft zu suchen, denn es wartete auf das Herkelmann und so zogen sie gemeinsam dem Ziel entgegen. Mal führte der eine mal der andere.
Die Straße nach Schönermark forderte noch einmal alles von den beiden. Ein eisiger Wind wehte über die fast baumlosen Hügel, kühlte die beiden aus und bremste sie ab. Und nur mit gutem Teamwork erreichen sie den Ort.
Ab hier rollt es zum Glück wieder besser, denn die Kälte, der Wind und auch die Paar Hügel gepaart mit dem für das Herkelmann hohen Tempo haben doch ganz schön an den Kräften gesaugt. Und am Ende werden ca. 3.45 Stunden vergangen sein, als das Ziel erreicht ist.
Epilog: Am Ende sind alle 3 angekommen und hatten an ihrer Fahrt auch Spaß. Allerdings bemerkten alle auch, daß der letzte Teil der Tour eher monoton bis langweilig war. Es wirkte fast so, als wären die längeren Touren auf möglichst direktem Wege abgeschnitten worden um die geplante Streckenlänge zu erreichen. Dabei wurde aber offensichtlich vergessen, eine schöne Route zu wählen. Mehr Informationen zur Veranstaltung: Hügelmarathon.
Freitag, 4. Juli 2008
Wegebau
Donnerstag, 3. Juli 2008
Bob McIntosh Memorial Trail
Der Trailspaß auf dem Mountainbike kann beginnen. Mit dem Eingang zum Bob McIntosh Memorial Trail beginnt das umfangreiche Wegesystem im Norden von Squamish, British Columbia
Montag, 9. Juni 2008
Rollen durch die Uckermark
Zum ersten Mal, seitdem wir aus dem fernen Canada zurück kamen, sollte heute kein Ostwind mehr wehen und der einsetzende Nordwind den beginnenden Wetterumschwung einläuten. Und so entstand bei mir die Idee, einen der letzten warmen Tage zu nutzen und auf dem il.pompino eine kleine Runde durch den nördlichen Barnim und vor allem durch Teile der Uckermark zu drehen.
Auf einer schon oft gefahrenen Straße verlasse ich Eberswalde, erklimme locker den Stich hinter dem Chausseehaus Mönchsbrück an der Ragöse und rolle dann auch bald wieder hinab nach Liepe. Liepe scheint wie ausgestorben, denn der sonst übliche Durchgangsverkehr fehlt heute. Noch immer befindet sich kurz vor Oderberg eine Straßenbaustelle mit Vollsperrung für den automobilen Verkehr. Das ermöglicht mir eine sehr entspannte Fahrt hoch zum Teufelsberg. Obwohl es garnicht so hoch hinauf geht, erscheint mir die Steigung ewig lang und ich hätte gerade mehr als den einen Gang.
Hinter Oderberg folge ich der alten Oder auf dem Südufer. Zunächst unterquere ich die alte Bahnlinie von Bad Freienwalde nach Angermünde und passiere dann die Oderberger Werft, die heutzutage zwar keine Schiffe mehr herstellt, aber immerhin mit Lukendeckeln für Seeschiffe am Markt besteht. Ab hier wird die Straße schmaler und löchriger. Vielleicht nicht unbedingt etwas für ganz schmale reifen, aber das il.pompino kommt gut durch.
Ab Hohensaaten folge ich dem Oder-Neiße-Radweg für ein Paar Kilometer. Der Weg führt mich östlich an der Westschleuse von Hohensaaten vorbei nach Norden. Dabei passiere ich zunächst eine Ruine und anschließend geht es einen kleinen Anstieg durch einen Robiniengruppe hindurch. Erst danach geht es relativ gerade entlang des Deichs. Der Nordwind bremst und die Geradlinigkeit des Weges langweilt, aber nach Osten geht der Blick über den hier schon relativ mächtigen Oderstrom über die Niederung bis zu den Hügeln auf polnischer Seite. Und es gibt viele Tiere zu beobachten. In erster Linie verschiedene Greifvögel und Schwäne sowie Enten.
Im Bereich von Lunow ist der Deichweg entlang des Stroms gesperrt, da nördlich von hier am Deich gebaut wird und so fahre ich über eine Staubstraße hinüber zur Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße (HFW). Dabei nervt mich ein Bau-LKW, der mich noch kurz bevor es wieder auf Asphalt geht, überholen und einstauben muss! Entlang der HFW fahre ich bis Stolzenhagen, treffe an der Brücke eine größere Gruppe von Radfahrern mit Packtaschen.
(weitere Bilder nach klick auf das Bild)
In Stolzenhagen verlasse ich die Oderniederung und erklimme auf bestem uckermärker Pflaster den Höhenzug. Bis Gellmersdorf folgt eine zermürbende Reihe von weiteren Pflasterabschnitten, die unterbrochen wird von Kies- bzw. Schotterabschnitten. Besonders das Pflaster saugt mir die Kraft aus den Beinen und so bin ich froh, dass es auf dem weiteren Weg nach Crussow wieder besser rollt, auch wenn der Nordwind immer noch bremst. Richtung Dobberzin wird er zum Kantenwind und bremst dadurch nicht mehr so stark.
Angermünde erreiche ich entlang des Mündesees und rolle entspannt durch die Altstadt. Bei St. Marien mache ich eine kurze Pause, erst dann geht es weiter nach Westen. Der Wind hat inzwischen etwas nachgelassen, was mich jetzt aber eher stört, denn ab jetzt könnte er als Rückenwind wehen.
Bis Gehegemühl südlich des Wolletzsees rollt es hervorragend, aber an dem folgenden Anstieg ist mir der eine Gang wirklich mal zu wenig und ich quäle mich ewig langsam hinauf. Es geht hinein in den Grumsiner Forst, der mit dem Telegrafenberg auch eine der höchsten Erhebungen der Region enthält. Nachdem ich dann aber endlich oben bin, rollt es bis Altkünkendorf recht gut. Die Straße führt bis da immer leicht bergab. Erst direkt hinter dem Ort folgt ein weiterer, wenn auch nicht ganz so hoher und ganz so steiler Stich. Auch hier quäle ich mich nochmal so richtig und wäre amliebsten schon viel viel weiter am Ziel.
Allerdings entschädigt die Landschaft für die Qual. Ich befinde mich jetzt schon eine Weile im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und hier wird auch wieder klar, warum diese Region geschützt werden muß. Denn der Wald ist nicht einfach eine Fläche mit Bäumen drauf, sondern ein ständiger Wechsel aus Vertiefungen und Kuppen. Und Dank des relativ umfangreichen Regens im Winter sind überall kleine Tümpel und die Hochmoore sind auch noch feucht. Mit dem kurzen Stich bei Neugrimnitz verlasse ich den Wald und komme zurück in den Barnim. Werde am Grimnitzsee von den vielen Gänsen empfangen.
Bis Altenhof bekomme ich fast schon Flügel. Denn nachdem ich in den Bereich der Werbelliner Berge gekommen bin und eine langgezogene Steigung erklommen hatte, geht es für einige Kilometer fast nur bergab. Dadurch kann ich auch einige Kräfte sammeln und mich auf den steilen Anstieg von Altenhof nach Süden vorbereiten. Die Straße erklimmt hier innerhalb weniger Meter das Werbelliner Plateau und fordert noch einmal alles.
Aber dann geht das Fliegen weiter. Der Nordwind ist zurück gekommen und so schieße ich die Allee südlcih von Altenhof entlang. Und als der Wind seinen Einfluß verliert, weil es wieder in den Wald geht, hilft mir die abschüssige Straße und so rolle ich weiter bis zum Fuß des Buckower Berges. Hier steigt die Straße noch einmal für gut einen halben Kilometer an. Aber auch hier läuft es wieder rund und so kann ich entspannt auf die KAP-Straße einbiegen und bis nach Hause rollen.
Donnerstag, 5. Juni 2008
Ausfahrt
Nach langer Zeit konnte ich heute endlich wieder einmal eine Ausfahrt auf dem Steppenwind unternehmen. Bei bestem Wetter ging es durch blühende Landschaften nördlich des Eberswalder Urstromtals. Aber es galt 3 Feinde zu besiegen: den kräftigen Ostwind, den ewigen Sand und meine eigene Schwäche.
Mittwoch, 28. Mai 2008
zum Dog-Lake
Samstag, 5. April 2008
Der frühe Vogel
Früh ging es heute vom großen B nach Norden und so hatte ich, wohl wegen des angesagten "schlechten" Wetters den Wald fast für mich allein und konnte entspannt auch über die kleinen Wege rollen.
Update 7.4.08 - auf der ESK-Seite habe ich noch etwas zu der Tour geschrieben: B2B
Sonntag, 30. März 2008
40.000
Mit meiner heutigen Tour in den Süden Berlins habe ich den 40.000sten Fahrradkilometer seit dem 01.03.2001 zurück gelegt und damit ein weiteres mal den Äquator virtuell umrundet.
Statistik mag ich schon länger und so hatte ich in den Jahren zuvor regelmäßig Zwischenstände aufgeschrieben und so ungefähr eine Ahnung von dem, was ich so Tag für Tag auf zwei Rädern abrollte. Ab dem März 2001 habe ich jedoch genau Buch geführt und kann mich auch für die Zahlen verbürgen.
Die heutige Tour führte mich durch den Süden Berlins bis in die Genshagener Heide und wieder zurück. Eine Gegend, die vor allem durch die fehlenden Erhebungen und die fast überall präsente Bebauung charakterisiert wird. Eigentlich vor allem eine Region, die man schnell durchqueren möchte, aber da gewesen sollte man mal.
Dienstag, 18. März 2008
Unterwegs rechts der Oder
Am vergangenen Sonnabend war ich mit Jockel per Geländerad unterwegs von Schwedt durch die Puszcza Piaskowa und vorbei an ihrem höchsten Berg (Czarny Bocian). Hinter dem Inselsee geht es durch hügeliges einsames Ackerland. Die Dörfer sind klein und liegen weit auseinander und der Blick reicht weit bis zum Horizont.
Deutsches Gebiet erreichen wir wieder in Hohenwutzen, von wo wir auf direktem Weg nach Oderberg zu Kieslinger’s Kaffeestube fahren. Nicht nur das Eis ist lecker hier, sondern auch der Kuchen und reichhaltig noch dazu.
Streckenlänge für mich: 110 km, Höhenmeter ca. 1.200, Dauer gesamt ca. 8h
Den kompletten Bericht habe ich auf der ESK-Seite abgelegt: Rechts der Oder
Montag, 10. März 2008
Radfahren in Berlin
Sich von Vorurteilen leiten zu lassen, ist selten eine gute Idee und so war es am Wochenende Zeit, mit einem von mir gerne gebrauchten (in Berlin kann man nicht ordentlich radfahren!) aufzuräumen und mit MissK eine kleine Radtour durch Berlin zu unternehmen.
Die Tour startete im Herzen der Metropole und führte uns auf kürzestem Weg in den Volkspark in Schöneberg, weiter durch Wilmersdorf zum S-Bahnhof Grunewald. Hier mischten wir uns zunächst unter die vielen Zwei- und Vierbeiner, gewannen aber schnell Raum nach Westen und hatten den Wald immer wieder auch einmal für uns.
Es zeigte sich auch wieder, daß der Grunewald gar kein so schlechtes Revier zum Mountainbiken ist (hatte ich wohl nur in den letzten 10 Jahren meiner Nichtfahrt vergessen), und so fanden wir den einen oder anderen netten Weg, sogar ein Paar kleine Anstiege und Schlammlöcher waren dabei.
Entlang der Heerstraße ging es auf das Westufer der Havel, vorbei an der Scharfen Lanke, wo ich das Segeln schneller Schiffe zum ersten mal probierte, und dann immer weiter Richtung Süden. In Kladow knurrte uns der Magen und wir rasteten mit Blick auf das Wasser. Streckten dabei unsere Beine in die Sonne und schlugen uns ordentlich die Mägen voll.
Weiter nach Süden zog es uns aber schon bald und so verlassen wir die aufgeräumten Westberliner Gestade und kommen nach Sacrow einem Ortsteil von Potsdam. Am Lehnitzsee finden wir schönen Buchenwald, merken aber auch, wie die Knochen doch lahm werden. Also nur noch ein kleiner Abstecher in die neuen Viertel von Potsdam und dann ab in die S-Bahn und zurück ins Herz des großen B.
Ein Paar weitere Bilder im Album: Berlin - Potsdam
Montag, 18. Februar 2008
Neue Pfade, Alte Pfade
Ich weiß nicht genau, wie oft ich bisher mit dem Bike aus dem Barnim in die große Stadt oder zurück gefahren bin, aber am Sonntag war es mal wieder so weit. Und obwohl ich schon so oft gefahren bin, gibt es doch immer wieder auch neue Wege zu befahren oder alte Pfade wiederzuentdecken oder neu zu kombinieren.
So startete ich über die Biesenthaler Straße und fuhr in den Wald südlich des Flughafen, um den Samitsee nördlich zu umrunden und anschließend in die Dünenlandschaft nördlich von Biesenthal einzutauchen.
Die Dünen stammen aus der letzten Eiszeit und zeigen oft eine deutliche Sichelform und die typischen flachen Hänge auf der einen und die steilen Hänge auf der anderen Seite. Allerdings sind die Hänge inzwischen fast immer gut zugewachsen und nur selten zeigt sich der Sand so offen wie hier:
Ich umrunde das Biesenthaler Tanklager, eine Hinterlassenschaft aus dem letzten großen Krieg, die auch 40 Jahre danach noch benutzt wurde, und stoße schließlich auf den Lauf der Finow. Die Finow ist ein kleiner aber wichtiger Fluß für die Gegend. Denn er gab der Region die Energie, die sie für den wirtschaftlichen Erfolg brauchte und gab ihr auch einen Namen.
Biesenthal durchstreife ich nur am nördlichen Rand und umrunde den Großen und Kleinen Wukensee. Eine Variante wäre, ab hier Richtung Süden weiter zu fahren, aber mich interessiert heute die Kombination mit den Wegen zwischen Prenden und Basdorf und so fahre ich westwärts durch den Prendener Golfplatz hindurch.
Ab Prenden folgen kleine feine Pfade, die mich vor allem auf Grund des nur einen Ganges etwas an die Leistungsgrenze bringen. Und schon hier im Wald wird deutlich, was mich später noch viel mehr einengen wird - ich treffe auf Menschen mitten im Wald.
Rund um den Liepnitzsee geht es dann so weiter. Und obwohl ich schon den langweiligen Asphaltweg nehme, muß ich mehr als ein mal wegen Störkörpern innehalten. So bin ich dann auch froh, daß ich diese so gut erschlossene Region bald durchquert habe und weiter nach Basdorf komme.
Ab hier nehme ich den direkten Weg durch den Wald nach Mühlenbeck, versuche an einer Stelle einen verlockenden Pfad zu fahren, gebe dies dann aber auf, da ständig Bäume quer liegen.
Der Weg von Mühlenbeck ins große B ist schnell beschrieben, denn ich folge immer da wo es geht dem alten Ast der Heidekrautbahn und später dem Mauerweg bzw. der S-Bahn. Der Weg ermöglicht zügige Fahrt und so komme ich nach Einbruch der Dunkelheit im Zentrum an.
Am Ende waren es dann etwas mehr als 70 Kilometer, die auf der Uhr standen. Aber viel wichtiger als dies war der Spaß, den ich die 4 Stunden vorher hatte und die schönen Ecken die ich durchstreifte.
Mehr Bilder gibt es im Album: Neue Pfade, Alte Pfade
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Samstag, 16. Februar 2008
Feierabendtour
An Tagen wie gestern, als die Sonne erneut vom wolkenarmen Himmel schaute und die Landschaft in frisches Licht tauchte, möchte ich nicht woanders wohnen als im Barnim. Alles lädt ein auf einen kleinen Ausritt auf dem il.pompino.
Ich starte gleich an der Bürotür und wende mich zuerst nach Norden. Durch Nordend geht es hoch zum Oder-Havel-Kanal, wo ich am Wassertor ein Paar Bilder mache. Das Wassertor wird in den nächsten Jahren ersatzlos abgerissen, weil es nach Ausbau des Kanals und dem Neubau des Wassertores am Pechteich nicht mehr benötigt wird.
Von da geht es über Britz, wo ich kurz auf einen Triebwagen der ODEG warten muß nach Golzow. Die lange Steigung hinter dem Ortsausgang von Britz quäle ich mich ziemlich. Ein kalter und relativ kräftiger Nordwind bläst mir entgegen und außerdem ist mein einer Gang nicht gerade für diese Steigung gemacht.
Hinter Golzow geht es dann weiter durch das Hügelland. Der Wind bremst und kühlt etwas, aber die Sonne brät mir so auf die linke Seite, daß es egal ist. Wie stark die Sonne schon wärmt, merke ich, als ich im Bereich der Bugisinseen im Wald verschwinde. Denn plötzlich verspüre ich am linken Bein so eine Kälte ...
Ab Joachimsthal nehme ich die Straße am Nordufer des Werbellinsees und benutze auch den neuen Radweg. Normalerweise mag ich diese abgeschirmten Radwege nicht so (An Tagen wie ...), aber heute interessiert es mich einfach, wo der Weg entlang läuft und wie es sich fährt.
Und ich muß gestehen, es fährt sich wirklich gut. Die Landstraße hat einen sehr rauen Asphaltbelag und kostet ordentlich Körner. Auf dem Radweg scheine ich aber 2 bis 3 km/h schneller zu rollen.
Der Radweg geht auch nur bis zum ehemaligen Jugendtouristenhotel parallel zur Straße und windet sich dann ein Paar Meter nach oben und verläuft oberhalb der Straße mit schönem Blick auf den See. Bei der Steigung überlege ich nur, wie sich die angepeilte Zielgruppe hier hochqälen wird, wenn die Fahrräder schwer und die Kräfte gering sind.
Dem Radweg folge ich entlang des gesamten Sees und finde die Strecke garnicht mal so verkehrt. Denn im Gegensatz zur Straße gibt es ab und zu kleine Schlenker und der Weg folgt auch jeder Bodenunebenheit, wo der Straßenverlauf nivelliert ist. Gleichzeitig wird mir aber auch wieder die Absurdität dieses Radweges bewußt, denn während der gesamten Zeit begegnen mir gerade mal 4 Autos (ca. 10 km).
Bilder gibt es auch, die sind hier zu finden: Feierabendtour
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Donnerstag, 14. Februar 2008
An Tagen wie Gestern
.... macht sogar das Strecke machen auf der Straße Spaß. Das Bike rollt locker über den Asphalt, die Kette surrt dabei über die Ritzel, die Sonne scheint auf die Nase und der Wind ist zwar zu spüren, nervt aber nicht.
Wenn da nicht immer diese dämlichen A-Fahrer wären. Einer aus dem Gegenverkehr beginnt schon zu überholen, während er mich noch nicht passiert hat, mehrere hupen mich dämlich an, weil sie meinten, ich dürfe am stehenden Verkehr nicht vorbei rollen und dann kommen noch die Jungs im weiß-blauen Auto vorbei und meinten zu mir, ich solle doch den Radweg benutzen, der da für ca. 2 Kilometer auf der anderen Straßenseite parallel verläuft. Wahrscheinlich meinen sie sogar, das wäre sicherer für mich - bloß, was ist an den Kreuzungspunkten?
Politiker sehen in abgesonderten Radwegen ja wohl sowieso ein Allheilmittel und werden dabei auch von unserem geliebten AsphaltDeutschlandClub (ADFC - wofür steht hier eigentlich F?) kräftig unterstützt. Dies führt zum einen dazu, dass an den absurdesten Stellen Wege durch die Landschaft geschlagen werden und für viele Millionen EURO schwarzer klebriger Brei verbaut wird, zum anderen aber auch dazu, dass einige Autofahrer (oder immer mehr?) jeden Radfahrer, der auf IHRER Straße fährt, als Eindringling empfinden, den es zurechtzuweisen gilt.
Dabei könnte es so einfach sein. Größere Straßen haben meist eine Spurbreite von 3,25 oder 3,75 Metern. Davon könnte durch eine deutliche Linie eine Radspur von einem Meter abgetrennt werden, verbleiben für den PKW immer noch 2,25 bis 2,75 Meter, was bei einer normalen Fahrzeugbreite von weit unter 2,00 Metern doch ausreichen sollte. Der PKW hat also genug Platz um am Radfahrer vorbei fahren zu können und durch die Linie eine gute Orientierung. Und dem Autofahrer würde dadurch auch bewusst, dass es ja noch andere Verkehrsteilnehmer gibt, zudem wäre das günstig zu realisieren.
In Städten sind die Entscheidungsträger zum Glück teilweise schon so weit. Die klassischen rot gepflasterten Radwege, die auch noch den Raum der Fußgänger einschneiden und von diesen sowieso gerne ignoriert werden, werden zumindest kaum noch gebaut. Statt dessen sind die schon vorhandenen Bußspuren frei für Radfahrer oder es werden Radspuren von der Straße abgetrennt. Die radikalste Lösung habe ich letztens in Berlin auf Kastanienallee und Weinbergsweg gesehen, wo im Endeffekt die gesamte Straße als Radspur genutzt werden kann.
Samstag, 19. Januar 2008
Leichter Regen
Leichter Regen war das, was heute angesagt war und das auch nur am Vormittag. Was dann aber runter kam, war teilweise ein Sprühregen, der von allen Seiten kam und teilweise auch richtige Tropfen, die von vorne rechts kamen, schön war die Tour aber trotzdem.
Es ging von Eberswalde über Lichterfelde, Finowfurt und immer weiter durch den Wald bis nach Bernau, dann die klassische Strecke parallel zur Bahn bis nach Pankow. Da trennten sich die Wege von meinem Begleiter und mir und ich schlich weiter bis tief hinein in das Herz der großen Stadt und schaffte es am Ende gerade noch so in den 4. Stock.






















